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Gruppenfoto Girls Day 2019 groß

Girls Day 2019

Melissa Dulder (22) und Nadine Hoppe (20) sind am Düsseldorfer Airport im zweiten Lehrjahr für eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Als zwei von nur wenigen Frauen in dem Bereich. Denn noch immer ist es so, dass technische Berufsbilder weitestgehend in männlicher Hand sind. Dass die klassischen Männerdomänen aber auch für junge Frauen sehr attraktiv und spannend sein können, haben die Schülerinnen des Düsseldorfer Max-Planck-Gymnasiums am Airport nun aus erster Hand miterlebt: Im Rahmen des diesjährigen Girls‘ Day hat der Flughafenkonzern sie und über 50 Mitschülerinnen gemeinsam mit seinen Partnern – Aviapartner, Eurowings, Lufthansa und Textron Aviation – auf eine Reise in die Welt der Elektronikerinnen für Betriebstechnik, Fluggerätmechanikerinnen und Pilotinnen mitgenommen. Erfahrungsberichten lauschen, Fragen stellen und vor allem selbst mitanpacken und ausprobieren war dabei ausdrücklich erwünscht.

„Die jungen Frauen, die sich hier am Airport für ein technisches Berufsbild entschieden haben, haben bisher immer einen prima Job gemacht und sich auch nach ihrer Ausbildung in der vermeintlichen Männerwelt behauptet“, so Michael Hanné, Arbeitsdirektor am Düsseldorfer Flughafen. „Warum auch nicht. Technik ist nicht nur was für Jungs. Sie macht Spaß. Ist spannend. Das erfahren die Schülerinnen beim Girls‘ Day am eigenen Leib. So dass sich die ein oder andere nach dem Schulabschluss vielleicht doch für eine Ausbildung als Anlagenmechanikerin oder Werkfeuerwehrfrau bei uns am Airport entscheidet. Wir würden uns freuen.“

Noch immer sind es hauptsächlich Männer, die Pilot werden. Bei Fluggerätmechanikern ist die Frauenquote noch geringer. Dass das weibliche Geschlecht in beiden Berufsfeldern aber sehr gut aufgehoben ist, zeigten die Airlines Lufthansa und Eurowings und das Flugzeugwartungsunternehmen Textron Aviation in ihren Hangars. Dort konnten die Schülerinnen den Technikern über die Schulter gucken und einen Blick ins Cockpit, die Bordküche, aber auch auf das Fahrwerk und in den Frachtraum eines Langstreckenjets werfen. Außerdem erfuhren sie, welcher Flugzeugtyp welche Besonderheiten birgt und wie er gewartet wird. Eine weibliche Pilotencrew von Eurowings berichtete vom Arbeitsalltag über den Wolken und zeigten, worauf es beim Outside Check, also dem Rundgang um das Flugzeug ankommt.

Nach der Premiere im Vorjahr erneut mit an Bord: Aviapartner. Sicherheit geht am Airport vor. Auch wenn es um das Gepäck der Passagiere geht. Das will richtig verstaut und fest verzurrt sein. Welche Techniken die besten sind, erfuhren die Gäste vom Team des Flugzeugabfertigers und konnten schließlich direkt – Arbeitshandschuhe an – das Gelernte in die Tat umsetzen. Auch in der Gepäcksortierhalle hieß es mitanpacken: beim Scannen ankommender Gepäckstücke.

Auch die Flughafenfeuerwehr ist noch eine Männerdomäne. Dabei ist das Arbeitsumfeld mehr als spannend, wenn man bedenkt, was die Jungs im Rahmen der Flugzeugbrandbekämpfung und des Rettungsdienstes leisten. Einen Eindruck davon bekamen die Achtklässlerinnen beim Anprobieren der Ausrüstungen und Atemschutzgeräte. Bei der Flughafentochter FDGHG ging es in luftige Höhen: Das Unternehmen ist zum Beispiel für Enteisungen zuständig. Daher hieß es bei der Station: Rauf auf den Elefanten, also aufs Enteisungsfahrzeug. In 23 Metern Höhe zeigte sich, wer schwindelfrei ist und wer nicht.

Von A wie Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik über E wie Elektronik für Betriebstechnik und Lagerlogistik bis hin zu M wie Mechatronik für Kältetechnik: der Airport bietet attraktive technische Ausbildungsberufe an. Was man dabei alles lernt, wussten Melissa Dulder und Nadine Hoppe sowie ihre männlichen Azubi-Kollegen. Sie erklärten die Grundlagen der Elektronik und wie man technische Zeichnungen liest, so dass die Besucherinnen danach ihre Miniaturflugzeugmodelle mit links in der Ausbildungswerkstatt zusammenzulöten konnten.

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